Pfleger mit Patientin

Wir lebenReha

Junge Ärztin

Unser Kapital:
Menschen mit viel
Einfühlungs-
vermögen

Medizin in BewegungWir leben Krankenhaus

Wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Klinik und präsentieren das Neueste aus Medizin und Pflege – im Sana YouTube-Channel.

Jetzt abonnierenVideo ansehen

Pflegeberuf an Enztalgymnasium vorgestellt

Quellenhof gibt Einblicke in Berufsbild

Schule – und dann? Schülerinnen und Schüler wissen nach dem Schulabschluss vielmals nicht was sie machen wollen. Welcher Beruf soll es werden, ist eine Ausbildung oder ein Studium das richtige für mich? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich junge Schulabgänger und Eltern regelmäßig, meist aber zu spät.

Das Enztal-Gymnasium (ETG) in Bad Wildbad setzt an dieser Stelle an und informiert ihre Schüler bereits zwei Jahre vor dem Abiturabschluss über die Zeit nach der Schule, das Berufs-leben. Jedes Jahr stellen Ausbildungs- und Studienbotschafter aus unterschiedlichsten Branchen ihren Beruf im ETG vor. Berufsberater aus den Bereichen Finanzen, Polizei, Industrie und Hochschule waren bei der gestrigen Veranstaltung vertreten – unter anderem auch der Quellenhof.

Petra Nonnenmann, Pflegdienstleiterin des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof, stellte dabei den Pflegeberuf vor. Die leidenschaftliche Führungskraft warb für ihren tollen Beruf, der ihrer Meinung nach derzeit zu negativ in den Medien dargestellt würde. „Der Pflegeberuf ist ein vielfältiger und wunderbarer Job, in dem man viel Kontakt zu Menschen hat", so Petra Nonnenmann. Man sei in der Regel näher am Patienten als Ärzte, plauderte sie aus dem Nähkästchen und vermittelte den interessierten Schülern so ein authentisches Berufsbild.

Andreas Dummert skizzierte die Ausbildung zum staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpfleger. Der Schulleiter der Pflegeschule Hirsau, dem Kooperationspartner der Sana Kliniken Bad Wildbad, ging dabei auch auf die neuesten Veränderungen ein: So wird die Ausbildung in zwei Jahren generalisiert. Die bisherigen drei Ausbildungsberufe Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger werden ab 2020 in einer Ausbildung vereint. Dies hat nach Herrn Dummert den Vorteil, dass dieser Abschluss in der ganzen EU gültig besitzt. Auf die Frage ob eine Ausbildung oder ein Studium in der Pflege besser sei könne man nicht pauschal antworten, dazu müsse man die Ziele der jeweiligen Personen kennen. „Die Vorteile einer Ausbildung ist die Praxiserfahrung und Ausbildungsvergütung, die im dritten Lehrjahr knapp 1250€ beträgt", so der Schulleiter weiter. 30 Ausbildungsplätze bietet die Pflegeschule Hirsau jährlich am. Nach der Ausbildung könne man sich noch im Bereich Pflegewissenschaft, Pflegemanagement oder Pädagogik weiterbilden.

Übrigens: 2020 haben die ETG-Schüler voraussichtlich das Abitur in der Tasche. Mal sehen für welchen Beruf sie sich entscheiden.

Der Mobilitätspark wächst weiter - auf „Easy Rider“ folgt „B500 advanced“

Neuer Multifunktionsrollstuhl für die Rollstuhlabteilung des Quellenhofs dank großzügiger Spende durch Angehörige

Bereits im August bekam die Rollstuhlabteilung des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof mit dem „Easy Rider“ der Firma Vanraam Nachwuchs in ihrem Fuhrpark, jetzt überraschte der Freundeskreis Quellenhof-Klinik e. V. die Rollstuhlabteilung mit einem nahezu unbenutzten elektrisch betriebenen Multifunktionsrollstuhl - dem „Otto Bock B 500 – advanced“.

Ermöglicht wurde dies durch die großzügige Spende von Trude Kleppel, der Ehefrau eines mehrfach im Neurologischen Rehabilitationszentrum Quellenhof behandelten Patienten. Sie schreibt in Ihrer Schenkungsurkunde unter anderem: „Als Dank für die hervorragende Betreuung während seiner drei Reha-Aufenthalte möchte ich der Rollstuhlabteilung des Quellenhofs seinen fast neuwertigen Elektro-Rollstuhl als Schenkung zur Verfügung stellen.“

Eine Reihe von Patienten sind von ihrer neurologischen Erkrankung derart betroffen, dass sie sich Gedanken über die Art ihrer zukünftigen Mobilität machen müssen. Die Rollstuhlabteilung ist in dieser Fragestellung ein allseits orientierter, verlässlicher Partner. Dieses bei Anschaffung über 11.000 Euro teure Gefährt ermöglicht es den Quellenhof-Patienten, ein derartiges Gerät zu erproben oder auch für den Gebrauch während ihres stationären Aufenthalts auszuleihen.

Der Freundeskreis nahm diese Spende entgegen und kümmerte sich um die Abholung des Rollstuhls aus dem fernen Oldenburgischen. Freudig übergab Klaus Gusowski, der stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises, den Rollstuhl an Florian Schlegel, Leiter der Rollstuhlabteilung des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof.

Ärztin der ersten Stunde geht in wohlverdienten Ruhestand

Verabschiedung Dr. Regina Ascheron

Am Donnerstag wurde Dr. med. Regina Ascheron nach mehr als 22-jähriger Tätigkeit im Quellenhof in den Ruhestand verabschiedet. Knapp 50 Mitarbeiter und Weggefährten waren zur Verabschiedung Dr. Ascherons gekommen und machten den Abschied der Ärztin der ersten Stunde nicht leicht.

Chefarzt Prof. Peter Flachenecker konnte es kaum glauben, dass Dr. Ascheron bereits das Ruhestandalter erreicht hat: „Wie eine Ruheständerlin wirken Sie nicht“, so Flachenecker. In seiner Dankesrede würdigte er den unermüdlichen Einsatz der „Aktivistin der ersten Stunde“. Dr. Ascheron begann 1996 im noch zu eröffnenden Neurologischen Rehabilitationszentrum Quellenhof als Assistenzärztin und baute den Quellenhof mit auf. Die engagierte Ärztin schrieb Konzepte, nicht nur für MS, bereits damals dem Schwerpunkt der Klinik, sondern auch für Patienten mit Schlaganfall oder dem Post-Polio-Syndrom. Seit 2000 widmete sich Frau Dr. Ascheron mit großem Engagement Patienten oder Projektgruppen zum Post-Polio-Syndrom. Auch in schwierigen Zeiten wie den geänderten gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, mit der Abschaffung der Kuren und Einschnitte auch bei der Reha, steckte sie den Kopf nicht in den Sand – ganz im Gegenteil: Dr. Ascheron führte knapp 2 Jahre die Klinik als kommissarische Chefärztin. In dieser Tätigkeit organisierte sie den ärztlichen Dienst, vertrat die Klinik nach außen und sicherte die Belegung nicht nur, sondern baute die Belegschaft sogar noch aus. Prof. Flachenecker hob das mitunter kaum vorstellbare Arbeitspensum Dr. Acherons hervor. Für den neuen Lebensabschnitt wünschte er Dr. Ascheron nur das Beste und überreichte ihr ein Golfbuch und Hotelgutschein für ihr neues Hobby.

Geschäftsführerin Margarete Janson konnte es wie Prof. Flachenecker und die anwesenden Mitarbeiter nur schwer begreifen, dass der Jungbrunnen Dr. Regina Ascheron ab sofort nicht mehr im Quellenhof fließt. Margarte Janson beschrieb die scheidende Ärztin als „zuverlässige Oberärztin voller Tatenkraft und Entschlossenheit“. Es sei etwas Besonderes eine Klinik mit aufgebaut und am Laufen gebracht zu haben, so Janson weiter. Sie überbrachte daneben auch die Grußworte von Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken AG Thomas Ewald. Dem Nachfolger Herr Klaus Kahle aus Calw, der bereits seit 1. August im Einsatz ist, wünschte Janson alles Gute.

Auch Ulrike Jarolimeck ließ es sich nicht nehmen Dr. Ascheron zur Verabschiedung zu gratulieren. Die zweite Vorsitzende des Bundesverband Poliomyelitis e.V. würdigt den rührigen Einsatz der Heidelbergerin für Menschen mit Post-Polio-Syndrom. Daneben wurden auch die Grußworte vom Vorsitzenden der AMSEL Stiftung Ursula Späth und Bundesverdienstkreuzträger Adam Michael verlesen.

Überdies bedankte sich Dr. Ascheron selbst bei den anwesenden Wegbegleitern und Kollegen. Dr. Ascheron lag es am Herzen auch alte Kollegen zu würdigen, die nicht im Unternehmen sind oder den Kollegen zu danken, die während der Verabschiedungsfeier Dienst hatten und dieser nicht beiwohnen konnten. In einer kleinen Rede skizzierte sie ihren Werdegang und die Widrigkeiten, mit denen sie zu kämpfen hatte. Dr. Ascheron berichtete, dass sie trotz eines 1,0 Abiturs keinen Studienplatz in der ehemaligen DDR bekommen hatte. Da sie aus einer Akademiker-Familie kam, wurde ihr ein Studienplatz verwehrt. Erst nach intensivsten Bemühungen und unter Mithilfe ihres Vaters, der Lateinlehrer war, erhielt sie von Ministerin für Volksbildung der DDR Margot Honecker einen Studienplatz. Über den Umweg des Sportmedizinstudiums an der Universität Leipzig, das sie 1982 erfolgreich abschloss, konnte sie sich danach endlich ihrer Passion – der Neurologie – widmen. Dieser Freiheitskampf hat Dr. Ascheron geprägt. In ihren Ausführungen erklärt sie, dass der Quellenhof ein Glücksfall für sie darstellt: „Jeder kennt die besondere Atmosphäre und Seele des Quellenhofs, diese möchte ich gerne auch meinen Nachfolger Klaus Kahle weitergeben“.

Für die musikalische Gestaltung der Verabschiedungsfeier sorgte Leila Flachenecker, mit zwei modernen Klavierstücken, u.a. einem Musikstück des Komponisten der Filmmusik von „Ziemlich beste Freunde“ Ludovico Maria Enrico Einaudi. Die Tochter des Chefarztes hauchte mit ihrem Auftritt Glanz in den Festsaal des Quellenhofs ein und bekam viel Beifall.

Quellenhof-Patienten testen neue Hängebrücke in Bad Wildbad

Sommerberg ist für Rollstuhlfahrer nicht unproblematisch

Die Verantwortlichen der Hängebrücke „WildLine“ hatten am 4. September Patienten des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof eingeladen, um die Wege zur „WildLine“ und die Hängebrücke selbst auf ihre Befahrbarkeit für Rollstuhlfahrer zu testen. Sieben Personen mit den unterschiedlichsten Rollstühlen waren gekommen, außerdem hatten sich auch Geschäftsführerin Margarete Janson und Chefarzt Professor Dr. Peter Flachenecker Zeit für diese außergewöhnliche Einladung genommen. Doch schon bei der Fahrt mit der Bergbahn zeigten sich die Tücken, mit denen Rollstuhlfahrer zu kämpfen haben. Im unteren, für Rollis und Kinderwagen vorgesehenen Abteil haben nämlich maximal vier Gefährte Platz, bei längeren Modellen nur zwei. Sina Schlegel, Standortleiterin der „WildLine“ in Bad Wildbad, begrüßte die Gäste dann im Warteraum der Bergstation. Schlegel betonte, dass das Unternehmen allen Besuchern ein schönes Erlebnis bereiten möchte. Deshalb sei sie für Vorschläge zur Verbesserung der Zuwege und der „WildLine“ selbst sehr dankbar. Ziel sei es, auch Rollstuhlfahrern flexibel den Besuch der Hängebrücke zu den normalen Öffnungszeiten zu ermöglichen und nicht nur bei Sonderführungen. Zurzeit sei man noch in der Testphase, doch die bisherigen Erfahrungen seien sehr positiv, so Schlegel.

Bürgermeisterstellvertreter Jochen Borg bedankte sich für diese Veranstaltung, die dazu beitragen könne, Bad Wildbad barrierefreier zu machen. Wenn auf diesem Gebiet auch nur kleine Schritte möglich seien, arbeite die Stadt doch stetig an der Verbesserung der Situation. Auch Gemeinderat Jürgen Schrumpf, selbst auf den Rollstuhl angewiesen, erinnerte daran, dass Bad Wildbad in den vergangenen Jahren schon einiges für die Barrierefreiheit unternommen habe, wie zum Beispiel die Entfernung von Bordsteinen in der Innenstadt. Professor Dr. Flachenecker hat in seiner langjährigen Tätigkeit in Bad Wildbad die touristische Entwicklung des Sommerbergs mitverfolgt. Seine Patienten würden an den Wochenenden dort gerne etwas unternehmen. Er wünschte sich vom Rolli-Event, dass man Probleme aufzeigen und vielleicht sogar Lösungen finden könnte.

Steigung der Wege auf dem Sommerberg nur schwer zu bewältigen.

Danach machten sich alle auf den Weg. Doch schon der Anstieg von der Bergstation bis zum Eingangsportal war für die Rollstuhlfahrer, die sich ohne Motor fortbewegen, alleine kaum zu bewältigen und auch Elektro-Rollstühle mit geringer Antriebskraft hatten hier bereits ihre Schwierigkeiten. Weiter ging es bis zum Ende des Peter-Liebig-Weges, wo man eine Verschnaufpause einlegen musste, denn auch die schiebenden Begleitpersonen kamen an ihre Grenzen. Florian Schlegel, Fachberater für Rollstuhlversorgung und Rollstuhl-Trainer im Quellenhof nutzte die Gelegenheit, für die Erstellung einer Karte zu werben, aus welcher der jeweilige Schwierigkeitsgrad des Weges für Gehbehinderte ersichtlich ist. Alternativ wäre eine entsprechende Ausschilderung der Wege wünschenswert.

Der nun zu befahrende Waldweg Richtung Hängebrücke war für die Rollstuhlfahrer durchaus problematisch, da der frisch aufgetragene Rollsplit noch nicht so fest gefahren war. Die nächste Schwierigkeit stellte das relativ steil abfallende Wegstück bis zum Besucherzentrum der „WildLine“ dar, insbesondere weil nicht jeder Rollstuhl eine Bremse hatte.

Testphase für Rollstuhlfahrer zu den normalen Öffnungszeiten

Endlich an der „WildLine“ angekommen, freuten sich alle auf die Fahrt über die Brücke. Da diese aber nach oben gewölbt ist, musste die Steigung beziehungsweise das Gefälle von zehn Prozent überwunden werden, mit den nun schon bekannten Schwierigkeiten. Der Begegnungsverkehr mit Fußgängern war unproblematisch, allerdings war unter den Teilnehmenden des Rolli-Events keiner der sehr großen Elektro-Rollstühle. Sina Schlegel berichtete vom bisherigen Probebetrieb: Rollstuhlfahrer könnten die Brücke nur vom Besucherzentrum aus befahren und auch wieder verlassen, denn die Angestellten müssten für sie jeweils die Notausgangstüre öffnen. Deshalb könne bei normalen Öffnungszeiten immer nur einem Rollstuhl Zugang gewährt werden, denn für zwei Rollis nebeneinander sei die Brücke zu schmal. Das gleiche gelte auch für Kinderwagen. Bei Sonderführungen mit einer ganzen Gruppe von Rollstuhlfahrern müssten alle bis ans andere Ende fahren, dort wenden und wieder zurückkommen. Im Laufe der sich anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es für Gruppen von Rollstuhlfahrern insbesondere schwierig ist, geeignete Hotelzimmer zu finden, da die meisten Hotels höchstens ein oder zwei barrierefreie Zimmer anbieten können. Außerdem wurde die mangelnde Ausschilderung der Behindertenparkplätze beim Baumwipfelpfad moniert. Von der Hängebrücke selbst zeigten sich die meisten Teilnehmer der Veranstaltung hingegen begeistert und zum Abschluss konnte sich jeder noch mit einem kleinen Vesper, für den Rückweg stärken.

Artikel: Claudia Benz/Wildbader Anzeigenblatt
Foto: Moritz Tzschenscher



Kompetent, evidenzbasiert, dem Menschen zugewandt

Der Sana Pflegeanspruch

Barriere gegen Verbreitung von Keimen

Sauberkeit