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Ein Hauch von Afrika im Quellenhof

Namibischer Abend mit zwei Vorträgen, rhythmischen Chorklängen und afrikanischen Essen ein voller Erfolg

Fast 100 Menschen sind der Einladung von Chefarzt Prof. Dr. Peter med. Flachenecker gefolgt, der zum bunten Vortragsabend über Namibia geladen hatte.

Im ersten Teil des Themenabends gab der Präsident der Deutsch-Namibischen Gesellschaft e.V., Klaus A. Hess, einen Überblick über Namibia, das 2,5-mal größer als Deutschland ist und 2,3 Millionen Einwohner beheimatet. Namibia gelte laut Hess als stabiles und demokratisches Land, mit unabhängiger Justiz und freier Marktwirtschaft. Auch beim Thema Pressefreiheit sei das Land gut aufgestellt, mit Platz 1 in Afrika und Platz 26 weltweit (Deutschland Platz 13).

Für Namibia, das sich gerade bei Deutschen als Reiseland großer Beleibtheit erfreute, stelle laut Hess der Tourismus die drittwichtigste Einnahmequelle des Landes dar. Primär würden die Menschen mit Fischfang und Landwirtschaft, wie Rinder- und Schafszucht, sowie im Bergbau ihr Geld verdienen. Die Folgen der kolonialen Vergangenheit (1884 bis 1915/1919 deutsche Kolonie) und der Apartheid sind laut dem Präsidenten der Deutsch-Namibischen Gesellschaft allerdings noch erkennbar. So kämpfe das Land aktuell gegen Korruption, Tribalismus, Ausbeutung und die hohe Arbeitslosigkeit, so sei fast jeder Dritte in Namibia arbeitslos.

Kurioses hatte der ehrenamtliche Vereinspräsident am Ende seines Vortrags noch im Gepäck. Hess zeigte Bilder einer namibischen Siedlung im Schwarzwaldhaus-Stil, mit den typischen hohen Schneedächern, nur dass es in Namibia für gewöhnlich nie schneie. Es sei zu dem skurrilen Bau gekommen, weil man sich an der Bauhöhe der Schwarzwaldhäuser orientiert und die Dachkonstruktion gleich mit übernommen hatte.

Im zweiten Teil des sehr abwechslungsreichen Abends berichtete Medizinstudent Felix Flachenecker, der im Rahmen seines Medizinstudiums einen Teil des praktischen Jahres in Windhuk verbracht hat, über seine achtwöchigen Erfahrungen im Katutura State und Windhoek Central Hospital.

In seinem illustrierten Vortrag schilderte der Medizinstudent der Universität Erlangen seine Erfahrungen in der namibischen Notaufnahme und die dort teilweise katastrophalen Zustände. So seien viele Medikamente oder medizinisches Material „out of stock“ - nicht mehr vorrätig – oder viele klinische Geräte wie beispielsweise die Computertomografie „out of order“, also defekt. Für die dortigen Menschen sei das normal, ein häufiger Spruch lautete „TIA“ („this is africa“), das heißt dies gehöre zu Afrika.

Für Felix Flachenecker, sei es darum gegangen, das Beste aus den vorhandenen Mitteln zu machen. Einer eingelieferten Frau mit Knochenbrüchen konnte er im ersten Schritt nur mit einer Bettpfanne helfen, da die Notaufnahme nicht über eine Toilette verfügte.

In seinem Fazit über das namibische Gesundheitswesen legte er dar, dass die dortige Medizin zwischen Wohlstand und Armut liege. Positiv hob der angehende Mediziner die moderne Universität, als auch die vielen medizinische Möglichkeiten für Ärzte hervor. Negativ sei das Zweiklassensystem zwischen privaten und staatlichen Krankenhäusern, die großen strukturellen Probleme wie Misswirtschaft und Fehlorganisation im öffentlichen Gesundheitssektor.

Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Bad Wildbad, Jochen Borg, der privat die Veranstaltung besuchte, war dankbar über die Ausführungen der Redner und die gute medizinische Versorgung in Deutschland: „Das Beispiel Namibia zeigt eindrucksvoll wie gut wie es doch in unserem Land haben“.

Musikalisch wurde der namibische Abend vom Pforzheimer Chor „A cappella mundi“ unter der Leitung von Melchior Killian umrahmt, der mit afrikanischen Liedern für Stimmung sorgte. Als wären die ereignisreichen Programmpunkte noch nicht genug gewesen, verwöhnte Küchenchefin Martina Huber und ihr Team die Anwesenden mit afrikanischen Leckereien aus der Sana-Küche.

Der Spendenaufruf von Prof. Flachenecker ergab 170 €, den dieser auf 300 € aufstockte. Der Betrag kommt der Deutsch-Namibischen Gesellschaft zu Gute, die sich unter anderem für Jugend- und Kulturprojekte in Namibia einsetzt.

Wachsmalerei im Quellenhof zu bestaunen

Ab 8. November 2019 ist die Wachsmalkunst „Enkaustik“ der Künstlerin Brigitte Glauner-Weiss im Quellenhof zu sehen

Was ist Enkaustik? Diese Frage stellen sich viele – dass es etwas mit Malen zu tun hat, mit heißem Wachs, hat sich schon herumgesprochen. Die Enkaustik, eine über 3000 Jahre alte Kunsttechnik, wurde schon von den Ägyptern, Griechen und Römern praktiziert. Die faszinierenden Farben, die durch das Wachs eine Leuchtkraft hervorbringen, lassen den Betrachter staunend vor der Malerei verweilen.

Seit 1997 hat die Pforzheimer Künstlerin Brigitte Glauner-Weiss die Kunsttechnik für sich gewonnen: „Ich habe mich der Enkaustik mit Leib und Seele verschrieben und möchte diese Freude und Begeisterung mit Ihnen teilen.“ Seit 2013 bietet die leidenschaftliche Malerin auch Malkurse in dieser seltenen Kunstform an.

Die kostenfreie Kunstaustellung ist noch bis zum 12. Februar 2020 im Erdgeschoß des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof, Kuranlagenallee 2, in Bad Wildbad zu besichtigen.

Medizin zwischen Wohlstand und Armut

Quellenhof lädt am 8. November um 18 Uhr zu Vortragsabend mit Deutsch-Namibischer Gesellschaft ein

Namibia erfreut sich gerade bei Deutschen als Reiseland großer Beliebtheit. Die Folgen der kolonialen Vergangenheit und der Apartheid sind allerdings noch erkennbar. Trotz vielfältiger Möglichkeiten und Chancen stagniert die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, das hat teilweise dramatische Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung.

Im ersten Teil des Themenabends gibt der Präsident der Deutsch-Namibischen Gesellschaft e.V., Klaus A. Hess, einen Überblick über Namibia und die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes, aber auch über dessen Entwicklungschancen.

Im zweiten Teil berichtet cand. med. Felix Flachenecker, der im Rahmen seines Medizinstudiums einen Teil des praktischen Jahrs in Windhuk verbracht hat, über seine achtwöchigen Erfahrungen im Katutura State und Windhoek Central Hospital.

Musikalisch wird der Kulturabend vom Chor „A cappella mundi“ aus Pforzheim unter der Leitung von Melchior Killian mit afrikanischen Liedern umrahmt. Die Veranstaltung findet im kleinen Festsaal des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof, Kuranlagenallee 2, in Bad Wildbad statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

Geschäftsführerwechsel in den Sana Kliniken Bad Wildbad

Katrin Kern verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch

Die Geschäftsführerin der Sana Kliniken Bad Wildbad, Katrin Kern, verlässt das Unternehmen zum 30. September 2019 auf eigenen Wunsch. Aus persönlichen Gründen wird Frau Kern ihren Lebensmittelpunkt zurück nach Hessen verlegen und dort eine Geschäftsführerposition übernehmen.

Sana-Regionalgeschäftsführer Thomas Ewald dankte Katrin Kern für ihr außerordentliches Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Wir bedauern die Entscheidung von Frau Kern sehr, da sie sich sehr schnell in Bad Wildbad integriert hatte und wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Standortes getroffen hat. Selbstverständlich können wir aber die private Entscheidung nachvollziehen und wünschen Frau Kern beruflich wie privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“

Katrin Kern sagte: "Sehr herzlich möchte ich mich bei Thomas Ewald für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sana Kliniken Bad Wildbad für ihr Engagement und ihre Unterstützung bedanken. Gemeinsam ist es gelungen, in kürzester Zeit eine Vielzahl an offenen Themen erfolgreich umzusetzen und wesentliche Weichen für die weitere Ausrichtung der Kliniken zu stellen. Ich wünsche meiner Nachfolgerin viel Erfolg bei der weiteren Standortentwicklung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alles Gute."

Frau Kern nachfolgen wird als neue Geschäftsführerin der drei Gesundheitseinrichtungen im Verbund der Sana Kliniken AG am Standort Bad Wildbad zum 1.10.19 Frau Astrid Profitlich.

Astrid Profitlich absolvierte eine Ausbildung zur Arzthelferin und studierte dann im Anschluss Betriebswirtschaftslehre. Nach ihrem Studium übernahm sie die Leitung der Zentralen Notaufnahme und der Patientenaufnahme bei den Schwalm-Eder-Kliniken. Die Rückkehr in ihre Heimat im Süden Deutschlands ermöglichte ihr ein Wechsel zur Amper-Klinik in Indersdorf, wo sie die Standortleitung übernahm und umfangreiche Erfahrungen im Akut- und Reha-Bereich sammeln konnte. Diese Erfahrungen konnte sie in im Anschluss in weiteren Projekten mit Führungsaufgaben vertiefen. Jetzt freut sie sich auf die Übernahme der Geschäftsführung der Sana Kliniken Bad Wildbad: „Jede Klinik hat ihre besonderen Stärken und ist eng verbunden mit Umland und Bevölkerung. Ich freue mich, das ganze Team kennenzulernen und gemeinsam mit allen die Kliniken weiterhin stark auf die Patientenbedürfnisse auszurichten“.

Thomas Ewald: „Ich freue mich, dass wir für den Standort Bad Wildbad erneut eine kompetente Geschäftsführerin gewinnen konnten, und wünsche Astrid Profitlich für ihren Start in Bad Wildbad alles Gute.“



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