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Achtung, Zecke! Kleine Tiere, große Wirkung

Vermeidung und Früherkennung – Tipps von Prof. Dr. Flachenecker

Sommerzeit ist Zeckenzeit: Kaum werden die Temperaturen wieder wärmer, machen sich auch die Zecken wieder breit – am liebsten überall wo es grün ist: im hohen Gras, auf Wiesen und in Wäldern. Das ist für Menschen, die sich gerne draußen aufhalten, von großer Bedeutung. Denn ein Zeckenbiss ist schnell passiert und bleibt oftmals unerkannt. Daraus kann sich im ungünstigsten Fall eine Lyme-Borreliose-Erkrankung oder eine Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) entwickeln. Prof. Dr. Peter Flachenecker, Chefarzt des Neurologischen Rehabilitationszentrum Quellenhof in Bad Wildbad, klärt über Zeckenbisse und Folgeerkrankungen auf und erläutert, welche Präventionsmaßnahmen man vor Zecken und den von ihnen übertragene Erkrankungen treffen kann.

Wie kann man sich am besten vor Zecken schützen?

Prof. Dr. Flachenecker:  Bei Spaziergängen ist es am besten, auf festen Wegen zu bleiben und das Unterholz genauso wie hohes Gras zu meiden. Sinnvoll ist das Tragen von festen Schuhen und heller Kleidung, auf der man Zecken leichter sehen kann. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte man den Körper nach Zecken absuchen. Bevorzugte Saugstellen sind Kopf und Hals, die Achseln und die Kniekehlen.

Was sind die Folgen eines Zeckenbisses?

Prof. Dr. Flachenecker:  Da die Zecken die Einstichstellen mit ihrem Speichel betäuben, bemerkt man im Gegensatz zu einem Bremsenstich die Zecke zuerst einmal nicht. Später kann sich um die Einstichstelle eine Rötung bilden oder Juckreiz tritt auf. Beides können Hinweise auf die Übertragung von Krankheitserregern sein. Beim Blutsaugen können Zecken die Erreger der Frühsommer-Meningoezephalitis (FSME), eine spezielle Form der Hirnhautentzündung, und die Erreger der Lyme-Borreliose übertragen. Laut dem Robert Koch-Institut tragen zehn bis 35 Prozent der Zecken Borrelien in sich. In Deutschland infizieren sich etwa zwei bis sechs Prozent der Menschen, die von einer Zecke gestochen wurden, mit Borrelien. Weitaus seltener sind Zecken mit FSME-Viren befallen. In den deutschen FSME-Risikogebieten – darunter auch Baden-Württemberg – tragen zirka 0,1 bis fünf Prozent der kleinen Spinnentiere das Virus in sich.

Im schlimmsten Fall kann sich aus einem Zeckenbiss die Infektionskrankheit Borreliose entwickeln. Welche Symptome hat man bei Borreliose?

Prof. Dr. Flachenecker: Die Beschwerden bei Borreliose sind vielfältig und können mehrere Organe betreffen. Die Auswirkungen sind individuell unterschiedlich in ihrer Intensität.

Zuerst kann sich an der Stelle des Zeckenbisses nach einigen Tagen ein roter Fleck bilden, der langsam immer größer wird und in der Mitte hell gefärbt ist. Dieser schmerzlose Fleck wird als „Wanderröte“ bezeichnet, da er sich charakteristisch von innen nach außen immer weiter ausbreitet. Weitere Symptome in diesem Borreliosestadium können Fieber, Bindehautentzündung, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Lymphknotenschwellungen sein.

Wochen bis Monate nach dem Zeckenbiss können brennende Nervenschmerzen auftreten. Die Bakterien haben sich im Organismus verteilt. Da nun das Nervensystem befallen ist, können schlaffe Lähmungen oder Gefühlsstörungen auftreten. Auch das Herz kann in Form von Herzrhythmusstörungen oder einer Herzmuskel- bzw. Herzbeutelentzündung betroffen sein. In sehr seltenen Fällen kommt es sogar zu Hauttumoren oder Gehirnentzündungen.

Erst Monate oder auch Jahre nach der Infektion können zudem Gelenkentzündungen vor allem an den Kniegelenken, Sprung-, Finger-, Zehen-, Handwurzel- und Kiefergelenken auftreten. Auch Hautveränderungen an Armen und Beinen sind auffällige Kennzeichen, die sich einer Infektion mit Borrelien zuordnen lassen. Die Haut wird an diesen Stellen sehr dünn und verfärbt sich bläulich. Die Entzündungen klingen nach einer Weile wieder ab, können jedoch nach einiger Zeit schubweise wiederkehren.

Ab wann sollte man zum Arzt gehen, wenn man einen Zeckenbiss bemerkt?

Prof. Dr. Flachenecker: Beobachten Sie die Stelle einige Tage. Entzündet sich die Hautregion – wird also rot, schmerzt oder juckt – gehen Sie am besten zum Arzt. Bei Fieber, Benommenheit, allgemeinem Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen oder Lähmungserscheinungen sollte ebenfalls möglichst zügig der Arzt aufgesucht werden.

Wie kann man sich vor Borreliose schützen?

Prof. Dr. Flachenecker: Eine Schutzimpfung gegen Borreliose steht in Europa nicht zur Verfügung. Eine Impfung gegen die durch Zecken übertragene Virusinfektion FSME  bietet keinen Schutz vor Borreliose. Den besten Schutz vor Borreliose bietet die Vermeidung und Früherkennung von Zeckenstichen. In der Regel werden Borrelien erst nach 24 Stunden übertragen, wird die Zecke schnell entfernt, ist also das Übertragungsrisiko der Borreliose-Erreger gering.

Walking good

Sana-Team läuft beim Liebenzeller Firmenlauf vorne mit

Jedes Jahr findet der Firmenlauf in Bad Liebenzell statt, bereits zum siebten Mal. Inzwischen ist es Tradition geworden, dass auch ein Sana-Team aus Mitarbeitern des Quellenhofs und der Sana Klinik Bad Wildbad teilnimmt.

10 auf einen Streich

Zehn Läuferinnen und Läufer des Sana-Teams stellten sich den anderen Firmenmannschaften. Wie auch schon in 2018, räumten die fitten Sana-Sportlerinnen – in der Paradedisziplin „Walking“ - wieder einmal ab. So erlief Patricia Lindecke in 39:44 Minuten den zweiten Platz bei den Frauen. Zusammen mit Brigitte Bott und Heidi Richter langte es in der Team-Wertung mit 2:06:06 zum dritten Platz.

Auch die Sana-Männer gaben ein prima Bild ab, vor allem Sebastian Lindecke, 15-Jähriger Sohn der Zweitplatzierten, siegte in der Altersklasse U18. Am Ende des Abends waren alle glücklich und erschöpft, und sich einig, auch in 2020 wieder an den Start zu gehen.

Stäffeleslauf mit MS

Patientin des Quellenhofs nimmt teil
Bild: Yvonne Speer beim Stäffeleslauf

Patientin des Quellenhofs - Yvonne Speer - nimmt trotz Multipler Sklerose (MS) am Stäffeleslauf an Deutschlands längster Treppe teil und ist bereits vor dem Ziel eine Siegerin.

Per Zufall hat Yvonne Speer das Plakat zum Stäffeleslauf in Bad Wildbad entdeckt. Die 48-Jährige aus Inzlingen am Dreiländereck von Deutschland, Schweiz und Frankreich, ist gerade im Quellenhof in Reha. Bereits zum dritten Mal ist sie in Bad Wildbad zur Behandlung ihrer MS, die sie vor 28 Jahren diagnostiziert bekam.

Die vitale Frau, die als Wanderführerin sportlich aktiv ist, wusste gleich, dass sie an diesem außergewöhnlichen Lauf mitmachen will. Chefarzt Prof. Dr. Peter Flachenecker erteile ihr nach Absprache auch die ärztliche Genehmigung für ihr ambitioniertes Vorhaben.

Im Training, bei dem die Bergbahn für alle Trainingsbegeisterten gesperrt wurde, konnte Frau Speer die ungewohnte Strecke gleich testen. Ihr Motto: Kontinuität – laufen, laufen, laufen, bis man ankommt. „Alle haben mich überholt, aber ich bin trotzdem weitergelaufen“ schildert sie. Ihre Trainingszeit der 1987 Stufen sei für sie nebensächlich. Wichtig sei für sie das Gefühl, und das war „Super“. Den Muskelkater am nächsten Tag verheimlicht sie nicht, „den hat man schon gemerkt“. Die letzte Trainingsmöglichkeit vor dem Lauf ließ sie deshalb sausen und schonte sich stattdessen.

Ausgeruht, aber aufgeregt ging sie in den Wettkampf, an der mit bis zu 52% Steigung steilen Treppe: „Mein Herz hat bis obenhin geklopft“. Um 19:45 Uhr war es dann so weit: Yvonne wurde auf die 300 Meter hohe „Wand“ geschickt. Dabei wurde sie von den Fans an der Strecke - teilweise sogar mit Vornamen - angefeuert. 26:34 Minuten später erreichte sie voller Adrenalin und Stolz das Ziel, und wurde von einigen Quellenhof Mitarbeitern begrüßt, die als „Team Sana“ teilnahmen. Ihr Bekannter versorgte die „Finisherin“ gleich mit einem kühlen Bier, das einigen Feuerwehrangehörigen nicht unverborgen blieb: „Das könnten wir jetzt nicht“, scherzte ein Feuerwehrmann, der in voller Montur auch mitgelaufen war.

„Das hat so Spaß gemacht“, äußert sich die Sportlerin und blickt gleich in die Zukunft: „Ich mache privat normal mehr, das war noch nicht mein Limit“. Ihren nächsten Reha-Aufenthalt will die Fünftplatzierte ihrer Altersklasse wieder in den Mai legen, dem Monat des Bad Wildbader Stäffeleslaufs.

Yvonne Speer hat, wie der Lauf zeigt, die Krankheit inzwischen voll akzeptiert - das war aber nicht immer so schildert sie: „Mit Anfang 20 wurde ich anfänglich wie eine Schlaganfallpatientin behandelt, da MS in den 1980-Jahren noch nicht so bekannt war. Erst 1991 sei die Diagnose MS offiziell gestellt worden und dann erst behandelt worden. In dieser Phase prägten Depressionen ihren Alltag. Das Schlüsselerlebnis sei eine Begegnung mit einer Frau im Rollstuhl gewesen, die ihr neuen Lebensmut geschenkt hat. Seitdem hadert sie nicht mehr: „Ich genieße das Leben und mache das Beste draus“. Nur einen Freund, das hätte sie schon gerne, schildert die sympathische Frau.

Quellenhof „lichtdurchflutet“

Aquarellausstellung der Künstlerin Jutta Maier im Quellenhof

Ab 1. Juni 2019 ist die Aquarellausstellung „lichtdurchflutet“ der Künstlerin Jutta Maier im Quellenhof zu sehen. Zarte und lichtdurchflutete Aquarelle können bis zum 31. August 2019 bewundert werden.

Die Helligkeit des Papiers verbindet sich bei Jutta Maiers Arbeiten harmonisch und manchmal auch etwas eigenwillig mit den verwendeten Farben. Überwiegend werden Blumenaquarelle gezeigt - Stadtansichten oder auch „Begegnungen“ ergänzen diese. Ihre Werke sind oft auf das Wesentliche reduziert und warten darauf, vom Betrachter wahrgenommen zu werden.

 Die Kunstaustellung ist noch bis zum 31. August im Erdgeschoß des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof, Kuranlagenallee 2, in Bad Wildbad zu besichtigen.



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