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Voraussetzung für den Rehabilitationserfolg

Ein enger Kontakt zu den Angehörigen neurologisch Erkrankter ist eine wichtige Voraussetzung für den Rehabilitationserfolg. Die Erfahrung zeigt, dass dieser Gruppe eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung der Behandlungseffekte zukommt.

In diesem Zusammenhang ergeben sich aus therapeutischer Sicht im Wesentlichen zwei Aufgabenkomplexe:

  1. Angehörige als Mitbetroffene
    Eine Vielzahl angloamerikanischer Studien belegt eine deutlich erhöhte familiäre Morbidität nach zerebraler Schädigung. Durch das Krankheitsgeschehen entsteht bei den Angehörigen eine enorme psychische und physische Belastung, die - wie Verlaufsstudien belegen - meist auch langfristig anhält. In der Konsequenz zeigt sich ein gehäuftes Auftreten affektiver Störungen wie Angst und Depressionen. Deshalb besteht für die Angehörigen die Möglichkeit zu psychotherapeutischen Einzel- und Paargesprächen. Ergänzt werden diese durch Einzel- bzw. Familienberatungen durch den Sozialdienst zur Klärung finanzieller, sozialer und rechtlicher Fragen. Nur ein funktionsfähiges soziales Umfeld ermöglicht einen dauerhaften Rehabilitationserfolg.
     
  2. Angehörige als Co-Therapeuten
    Es ist eine häufige Beobachtung, dass auch nach erfolgreich verlaufener Rehabilitation, der Transfer des in der Therapie Gelernten oft nicht ausreichend bzw. nur kurzfristig gelingt. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, werden im Neurologischen Rehabiliationszentrum Quellenhof die Angehörigen vom Aufnahmetag an zu "Co-Therapeuten" ausgebildet. Durch gezielte Anleitung und Informationsvermittlung werden sie befähigt, die Fortsetzung der stationären Rehabilitation im Lebensalltag der Patienten sicher zu stellen. Deshalb sind die Angehörigen eingeladen, an allen Therapien des Patienten teilzunehmen. Zu diesem Zweck besteht für sie die Möglichkeit der stationären Aufnahme.
Kontakt
Neurologisches Rehazentrum Quellenhof
Kuranlagenallee 2
75323 Bad Wildbad

Telefon: 07081 173-0
Telefax: 07081 173-230