Diagnose

Moderne Diagnoseverfahren

Zunächst erfolgt eine neurologische Untersuchung, bei der die neurologischen Ausfallserscheinungen festgestellt, den betroffenen Gehirnregionen zugeordnet und andere Ursachen ausgeschlossen werden. Zur Unterscheidung zwischen einer Mangeldurchblutung ("Ischämie") und einer Blutung dient die Computertomographie (CT).

CT einer Hirnblutung (rechts) und einer Mangeldurchblutung (links) im späteren Stadium

Moderne Geräte erlauben eine Schichtaufnahme des Gehirns (Röntgenaufnahme) in wenigen Minuten. Eine Blutung lässt sich unmittelbar nachweisen, während die Durchblutungsstörung im frühen Stadium (innerhalb der ersten 24 Stunden) einen unauffälligen Befund liefern kann. Unter Umständen kann eine Kernspintomographie (MRT) des Gehirns sinnvoll sein.

Die Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Arterien ("Doppler") dient dazu, eine evtl. Verengung der Halsschlagadern oder anderer hirnversorgender Arterien festzustellen. Das Herz wird mit EKG (unter Umständen auch Langzeit-EKG) und Ultraschall ("Echokardiographie") untersucht und die Risikofaktoren Bluthochdruck, Diabetes mellitus und erhöhte Blutfettwerte überprüft. In aller Regel erfolgen diese diagnostischen Maßnahmen innerhalb der ersten Tage nach dem Schlaganfall in spezialisierten Einrichtungen, den sog. Schlaganfallstationen ("Stroke Units"), die mittlerweile nahezu flächendeckend verfügbar sind. In bestimmten Fällen können auch weitergehende Untersuchungen notwendig werden.