Post-Polio-Syndrom

Spätfolgen der Kinderlähmung

Das Post-Polio-Syndrom ist dadurch charakterisiert, dass Jahrzehnte nach der akuten Erkrankung erneut schwerwiegende Beschwerden auftreten können. Dabei handelt es sich zum einen um die Verschlechterung vorbestehender muskulo-skelettaler Beschwerden, andererseits um das Auftreten neuer progredienter Muskelschwächen.

Als Ursache des Post-Polio-Syndroms wird die Dekompensation des seit der akuten Kinderlähmung bestehenden Denervations-Reinnervationsprozesses angenommen. Davon abzugrenzen sind stabile Folgezustände einer einmal erlittenen Poliomyelitis.

Es kommt zu strukturellen und funktionellen Überforderungen des Bewegungsapparates (Nerv-Muskel-System) mit folgenden Leitsymptomen:

  1. Auftreten neuer oder Verschlechterung vorbestehender Muskelschwächen
  2. Schmerzen
  3. Müdigkeit
  4. Atemfunktionsstörungen

Die Diagnose ist eine rein klinische Diagnose, wobei im wesentlichen andere neurologische, orthopädische und internistische Erkrankungen auszuschließen sind.