Im Sinne einer aktivierenden therapeutischen Pflege begleiten und unterstützen die Mitarbeiter des Pflegedienstes die Patienten über 24 Stunden am Tag. Dabei ist die Rehabilitationspflege eine Form der alltagsrelevanten Therapie mit dem Ziel, vor allem die verbliebenen Fähigkeiten und Ressourcen des Patienten zu fördern.
In Absprache mit dem Patienten und in Zusammenarbeit mit dem gesamten therapeutischen Team werden gezielt die Fähigkeiten des Patienten trainiert, die ihm helfen sollen, seinen Alltag wieder bzw. besser zu bewältigen.
Ziele der rehabilitativen Pflege sind:
Rehabilitationspflege beinhaltet je nach Schweregrad der Erkrankung verschiedene Maßnahmen, die durch die Pflegeanamnese gezielt erfasst, individuell geplant und durchgeführt werden.
Neurologisch erkrankte Patienten und insbesondere MS-Betroffene leiden häufig unter neurogenen Blasen- und Mastdarmstörungen. Hauptsächlich im Bereich der Blasenstörungen sind, nach entsprechender medizinischer Diagnostik der Art der Blasenstörung, therapeutische Maßnahmen möglich. Diese können, falls rechtzeitig veranlaßt, eine drohende oder bereits beginnende Blaseninkontinenz therapeutisch positiv beeinflussen. Bei mehreren Arten der neurogenen Blasenstörung ist ein Blasentraining (Beckenbodentraining, ggf. der intermittierende Selbstkatheterismus), begleitet von medikamentösen Maßnahmen, oft ein wirksames Mittel zur Verbesserung der Situation der Betroffenen. Erfahrene Mitarbeiter des Pflegedienstes messen regelmäßig die Restharnmenge mit einem mobilen Ultraschallgerät. In Abhängigkeit davon werden die Patienten durch ein interdisziplinäres Team bestehend aus Physiotherapie, Kontinenztherapeutin und regelmäßige Unterstützung durch den Pflegedienst zur Selbsthilfe angeleitet.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Beratung von MS-Betroffenen durch speziell ausgebildete "MS-Schwestern" im Rahmen einer eigenen Sprechstunde. Dabei erfolgt nicht nur die Aufklärung über spezifische Nebenwirkungen der verlaufsmodifizierenden MS-Therapie, sondern auch eine kontinuierliche, mehrfache Anleitung zur sicheren Selbstinjektion.
Pflegedirektor
Wolfgang Dröber
Tel.: 07081 179-186
Fax: 07081 179-149
E-Mail: pdl@sana-wildbad.de