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Spastikbehandlung

Die spastische Tonuserhöhung ist charakterisiert durch eine geschwindigkeitsabhängige Zunahme des Muskeltonus und führt zu einer verminderten Kraft- und Ausdauerleistung der betroffenen Muskulatur sowie zu einer gestörten Koordination des Bewegungsablaufs.

Der Muskeltonus kann permanent, aber auch intermittierend (einschießende Streck- und Beugepasmen) gesteigert sein. Komplizierend können Schmerzen (schmerzhafte Beugespasmen) und Blasenentleerungsstörungen auftreten.

Ziele

  • Normalisierung des Muskeltonus
  • Schmerzreduktion
  • Verbesserung der motorischen Funktionen

Maßnahmen

  • Vermeidung spastikauslösender Faktoren (Lagerung, Harnwegsinfekt!)
  • Nicht-medikamentöse Behandlung (Physiotherapie)
  • Medikamentöse Behandlung (Tabellen 4 - 5)

Art der Durchführung

  • Beginn mit Physiotherapie (Physiotherapeut)
  • Einleitung der antispastischen Therapie nach Rücksprache mit dem behandelnden Physiotherapeuten (Arzt, Physiotherapeut)
  • Steigerung der medikamentösen Therapie alle 2 - 3 Tage um 5 - 10 mg Baclofen bzw. 1 - 2 mg Tizanidin bis zum Erreichen eines adäquaten Muskeltonus oder Auftreten von intolerablen Nebenwirkungen (Muskelschwäche, Müdigkeit) (Arzt)
  • Bei schmerzhaften Beugespasmen Gabapentin bzw. Pregabalin (Arzt)
  • Im Einzelfall Beratung zu Nutzen und Risiken der intrathekalen Therapie mit Cortikosteroid-Kristallsuspension und ggf. Gabe von 80 mg Triamcinolon (Volon A ) (Chefarzt)
Kontakt
Neurologisches Rehabilitations-
zentrum Quellenhof

Kuranlagenallee 2
75323 Bad Wildbad

Telefon: 07081 173-0
Telefax: 07081 173-230
In unserem VideoCenter
Video: Das Behandlungskonzept des Quellenhofs